• Das Herrenhaus auf Gut Leipalingis wurde im 18. Jahrhundert unter dem Vilniusser Domkapitular Antanas Kruševskis erbaut. Der Entwurf stammte von Martin Knackfuß, einem der talentiertesten damaligen Architekten. Das Gut war eines seiner letzten Aufträge. Die Hauptfassade des Gebäudes ist seinem Entwurf gemäß der Stadt zugewandt. Die Nordfassade schmücken sechs dorische Säulen und ein Portikus, die…
  • Zugleich mit dem Herrenhaus entstand nebenan auch eine einstöckige Offizin. Die untere Fassade des rechteckigen Ziegelsteinbaus war mit profilierten Gesimsen verziert. Hier lebten die Gutsbediensteten. Besonders schätzten die Gutsbesitzer ihren Ökonomen. Zu seinen Aufgaben gehörte nicht nur die Aufsicht über den Gutsbetrieb, sondern auch das Bestrafen der Leibeigenen. Der Lakai hatte ebenfalls einen besonderen Stand.…
  • In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde das Gut um ein zweistöckiges Insthaus ergänzt. Erbaut wurde es unter dem Besitzer Piotr Balinski, einem polnischen Ingenieur. Der erste Stock wurde aus Feldsteinen gemauert, die man auf dem Gutsgelände zusammengetragen hatte. Die Zwischenräume füllte man mit kleineren Steinen. Der erste Stock erhielt einen Balkon. Die gesamte…
  • Das einstöckige, mit einem Satteldach versehene Wirtschaftsgebäude entstand im gleichen Jahr wie auch das Herrenhaus. Die Fassade zieren profilierte Gesimse aus verputzen Ziegelstein. In dem Gebäude wurden um die 50 Pferde sowie jeweils 100 Stück Großvieh und Kleinvieh gehalten.
  • Neben verschiedensten Hilfsgebäuden gab es auf dem Gut auch eine Schnapsbrennerei. Sie befand sich in einem einstöckigen Gebäude mit Unterstand. Im Zuge der Gutsparzellierung wurde die Brennerei an die jüdische Gemeinde von Kaunas verpachtet, die dort ortsansässige Juden beschäftigte. Zu Sowjetzeiten wurde dem Gebäude ein zweites Stockwerk aufgesetzt.
  • Der von den steilen Flusshängen bis ins Tal reichende Park am linken Ufer der Seira wurde von den Sapiega angelegt. Einige Generationen später wandelte der Pole Piotr Balinski ihn in eine englische Parklandschaft um. Er ließ Parkwege anlegen und zierliche Brücken bauen. Damals wurde auch der Simoniškės-See ausgehoben und über Kanäle mit den Gutsteichen verbunden.…
  • Der von den steilen Flusshängen bis ins Tal reichende Park am linken Ufer der Seira wurde von den Sapiega angelegt. Einige Generationen später wandelte der Pole Piotr Balinski ihn in eine englische Parklandschaft um. Er ließ Parkwege anlegen und zierliche Brücken bauen. Damals wurde auch der Simoniškės-See ausgehoben und über Kanäle mit den Gutsteichen verbunden.…